Klare Vereinbarungen · Verlässliche Zusammenarbeit

Allgemeine Geschäftsbedingungen

für Forschungs-, Beratungs- und Transferleistungen des WorkFamily-Instituts

Stand: 9. August 2026

Wichtige Abgrenzung: Diese AGB gelten für Leistungen des WorkFamily-Instituts. Qualifizierungen, Instrumentenlizenzen und Angebote der WorkFamily-Akademie sowie psychotherapeutische oder persönliche Beratungsleistungen der Psychologischen Privatpraxis sind nicht Gegenstand dieser AGB.

01 · Anbieter & Geltung

Wer Vertragspartner ist

Joachim E. Lask · WorkFamily-Institut
Nieder-Ramstädter Str. 60
64372 Ober-Ramstadt
Deutschland

Telefon: +49 (0) 6154 60 99 162
E-Mail: lask@workfamily-institut.de
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer: DE 176685232

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für Verträge über Forschungs-, Beratungs-, Konzeptions-, Evaluations- und Transferleistungen, die mit dem WorkFamily-Institut geschlossen werden. Sie gelten gegenüber Unternehmern im Sinne des § 14 BGB sowie gegenüber Verbrauchern im Sinne des § 13 BGB, soweit im jeweiligen Vertrag nichts Abweichendes vereinbart ist.

Individuelle Vereinbarungen, das konkrete Angebot und eine Leistungsbeschreibung gehen diesen AGB vor. Entgegenstehende oder abweichende Geschäftsbedingungen eines unternehmerischen Auftraggebers gelten nur, wenn das WorkFamily-Institut ihnen ausdrücklich in Textform zugestimmt hat.

02 · Leistungsbereiche

Worauf sich die Zusammenarbeit bezieht

Leistungsgegenstand können insbesondere sein:

  • wissenschaftliche Analysen, Recherchen und fachliche Einordnungen,
  • Konzeption und Begleitung von Forschungs- oder Transferprojekten,
  • Evaluationen, Auswertungen, Berichte und Fachpublikationen,
  • Organisationsberatung und wissenschaftsbasierte Entwicklungsleistungen,
  • Vorträge, Fachdialoge, Workshops oder projektbezogene Moderationen,
  • Entwicklung von Modellen, Materialien und anwendungsbezogenen Konzepten.

Art, Umfang, Ziel, Zeitrahmen und Arbeitsergebnisse ergeben sich aus dem jeweiligen Angebot oder der individuellen Vereinbarung. Die Darstellung von Themen, Projekten oder Publikationen auf der Website ist kein verbindliches Vertragsangebot.

Nicht umfasst: Verträge der WorkFamily-Akademie, insbesondere zu Weiterbildungen, Zertifizierungen, Anwendungstrainings oder Instrumentenlizenzen, sowie Leistungen der eigenständigen Psychologischen Privatpraxis.

03 · Vertragsschluss

Wie ein Auftrag zustande kommt

Eine Anfrage per E-Mail, Telefon oder über einen anderen Kontaktweg ist unverbindlich. Ein Vertrag kommt zustande, wenn

  • der Auftraggeber ein konkretes Angebot des WorkFamily-Instituts innerhalb der darin genannten Frist in Textform annimmt,
  • das WorkFamily-Institut eine Bestellung oder Beauftragung ausdrücklich in Textform bestätigt oder
  • beide Seiten eine individuelle Vereinbarung unterzeichnen.

Änderungen oder Erweiterungen des Auftrags werden erst verbindlich, wenn sie von beiden Seiten zumindest in Textform vereinbart wurden. Mündliche Abstimmungen zur laufenden Durchführung bleiben möglich, soweit sie Inhalt, Umfang oder Vergütung des Auftrags nicht wesentlich verändern.

04 · Durchführung

Sorgfältig, fachlich unabhängig und auftragsbezogen

Das WorkFamily-Institut erbringt die vereinbarten Leistungen nach anerkannten fachlichen und wissenschaftlichen Standards, mit der im jeweiligen Projekt angemessenen Sorgfalt und in eigener Verantwortung. Soweit nicht ausdrücklich ein bestimmter Erfolg vereinbart ist, wird eine Dienstleistung und kein bestimmter wirtschaftlicher, organisatorischer oder wissenschaftlicher Erfolg geschuldet.

Fachliche Bewertungen und Empfehlungen beruhen auf den zum Bearbeitungszeitpunkt verfügbaren Informationen. Neue Befunde, veränderte Rahmenbedingungen oder unvollständige Angaben können eine spätere Neubewertung erforderlich machen.

Das WorkFamily-Institut darf fachlich geeignete freie Mitarbeitende oder Unterauftragnehmer einsetzen, soweit dadurch berechtigte Interessen des Auftraggebers – insbesondere Vertraulichkeit und Datenschutz – nicht beeinträchtigt werden. Die Verantwortung für die vertragsgemäße Leistung bleibt beim WorkFamily-Institut.

05 · Mitwirkung

Was der Auftraggeber beiträgt

Der Auftraggeber stellt die für den Auftrag erforderlichen Informationen, Unterlagen, Zugänge, Ansprechpersonen und Entscheidungen rechtzeitig und vollständig bereit. Er weist auf besondere organisatorische, rechtliche oder sicherheitsbezogene Anforderungen hin, die für die Durchführung relevant sind.

Der Auftraggeber ist dafür verantwortlich, dass von ihm bereitgestellte Inhalte rechtmäßig genutzt werden dürfen und dass erforderliche Einwilligungen, Beteiligungsrechte oder Freigaben vorliegen. Personenbezogene Daten sollen nur übermittelt werden, soweit dies vereinbart, erforderlich und rechtlich zulässig ist.

Verzögerungen oder Mehraufwand, die durch eine nicht rechtzeitige oder unvollständige Mitwirkung entstehen, können zu einer angemessenen Anpassung von Terminplan und Vergütung führen. Das WorkFamily-Institut informiert den Auftraggeber hierüber, sobald die Auswirkungen erkennbar sind.

06 · Vergütung

Honorar, Auslagen und Fälligkeit

Die Vergütung ergibt sich aus dem individuellen Angebot. Soweit nicht anders ausgewiesen, verstehen sich gegenüber Unternehmern genannte Beträge zuzüglich der gesetzlich anfallenden Umsatzsteuer. Gegenüber Verbrauchern werden Gesamtpreise einschließlich der gesetzlichen Umsatzsteuer ausgewiesen.

Notwendige Reise-, Übernachtungs-, Versand-, Druck- oder Fremdkosten werden nur berechnet, wenn dies vereinbart ist oder der Auftraggeber sie nach vorheriger Abstimmung veranlasst hat.

Rechnungen sind, sofern im Angebot keine andere Frist genannt ist, innerhalb von 14 Kalendertagen nach Zugang ohne Abzug zu zahlen. Bei länger laufenden Projekten können angemessene Abschlagszahlungen nach Projektfortschritt vereinbart werden. Im Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Vorschriften.

07 · Termine & Änderungen

Wenn sich Rahmenbedingungen verändern

Verbindliche Termine und Fristen werden im Angebot oder in der Projektvereinbarung als solche bezeichnet. Sonstige Zeitangaben sind Planungsziele.

Muss ein Termin aus einem vom WorkFamily-Institut zu vertretenden Grund verlegt werden, wird in Abstimmung mit dem Auftraggeber ein Ersatztermin angeboten. Weitergehende gesetzliche Rechte bleiben unberührt.

Stornierungs-, Umbuchungs- oder Ausfallregelungen gelten nur, wenn sie im individuellen Angebot oder in einer gesonderten Vereinbarung transparent festgelegt wurden. Fehlt eine solche Regelung, gelten die gesetzlichen Vorschriften. Bereits erbrachte und verwertbare Teilleistungen sind zu vergüten, soweit der Auftraggeber die Beendigung zu vertreten hat oder das Gesetz dies vorsieht.

Bei Ereignissen außerhalb des zumutbaren Einflussbereichs einer Partei – etwa Naturereignissen, behördlichen Maßnahmen, Ausfall wesentlicher Infrastruktur oder einer unvorhersehbaren schweren Erkrankung – ruhen die betroffenen Leistungspflichten für die Dauer und im Umfang der Beeinträchtigung. Beide Seiten stimmen das weitere Vorgehen unverzüglich ab.

08 · Nutzungsrechte

Materialien bleiben fachlich zuordenbar

Urheber-, Marken- und sonstige Schutzrechte an vorbestehenden Modellen, Verfahren, Skalen, Texten, Grafiken, Vorlagen, Methoden und Materialien verbleiben beim jeweiligen Rechteinhaber. Die Vergütung eines Auftrags führt nicht automatisch zur Übertragung ausschließlicher Rechte.

Soweit im Auftrag neue Arbeitsergebnisse entstehen, erhält der Auftraggeber nach vollständiger Zahlung ein einfaches, nicht ausschließliches und nicht übertragbares Nutzungsrecht für den vertraglich vereinbarten Zweck. Art, Gebiet, Dauer und Umfang können im Angebot abweichend oder weitergehend geregelt werden.

Eine Veröffentlichung, Vervielfältigung, Bearbeitung, Weitergabe an Dritte, Nutzung für Schulungen, kommerzielle Verwertung oder Verwendung von geschützten Instrumenten und Skalen bedarf einer gesonderten Vereinbarung, soweit sie nicht bereits ausdrücklich vom vereinbarten Nutzungszweck umfasst ist. Gesetzlich erlaubte Nutzungen bleiben unberührt.

Der Auftraggeber darf intern auf das WorkFamily-Institut als Urheber oder fachlichen Partner hinweisen, sofern dadurch keine unzutreffende Empfehlung, Zertifizierung oder Zustimmung zu veränderten Inhalten behauptet wird. Eine öffentliche Nennung des Auftraggebers als Referenz erfolgt nur mit dessen vorheriger Zustimmung.

09 · Fachliche Einordnung

Reflexion und Entwicklung statt automatischer Bewertung

Wissenschaftliche Modelle und Instrumente des WorkFamily-Instituts dienen – entsprechend ihrer jeweiligen Dokumentation – der Reflexion, Entwicklung, Forschung oder fachlichen Einordnung. Sie ersetzen keine rechtliche, steuerliche oder medizinische Beratung und keine klinische Diagnostik, sofern nicht ausdrücklich eine entsprechend befugte Leistung in einem eigenständigen Vertragsverhältnis vereinbart wurde.

Insbesondere der Parental SkillScan begründet keinen Nachweis, dass Elternschaft automatisch bestimmte Kompetenzen erzeugt. Ergebnisse sind kontextbezogene Reflexions- und Transferhypothesen und dürfen nicht ohne gesonderte fachliche und rechtliche Prüfung für Personalauswahl oder automatisierte Beschäftigungsentscheidungen eingesetzt werden.

Entscheidungen, die ein Auftraggeber auf Grundlage von Berichten, Workshops oder Empfehlungen trifft, verbleiben in seiner Verantwortung. Das WorkFamily-Institut weist auf erkennbare Grenzen der Aussagekraft hin.

10 · Vertraulichkeit & Datenschutz

Informationen werden zweckgebunden behandelt

Beide Seiten behandeln als vertraulich bezeichnete oder ihrer Natur nach vertrauliche Informationen der jeweils anderen Seite vertraulich. Dies gilt nicht für Informationen, die nachweislich öffentlich bekannt, rechtmäßig von Dritten erlangt, unabhängig entwickelt oder aufgrund gesetzlicher Verpflichtung offenzulegen sind.

Personenbezogene Daten werden nach den anwendbaren Datenschutzvorschriften verarbeitet. Einzelheiten enthält die Datenschutzerklärung. Soweit das WorkFamily-Institut personenbezogene Daten im Auftrag des Auftraggebers verarbeitet, schließen die Parteien vor Beginn der Verarbeitung eine erforderliche Vereinbarung nach Art. 28 DSGVO.

Für Forschungsprojekte, Evaluationen und Befragungen können ergänzende Datenschutz-, Vertraulichkeits-, Publikations- und Löschregelungen vereinbart werden. Diese gehen den allgemeinen Bestimmungen vor.

11 · Haftung

Gesetzliche Verantwortung mit klaren Grenzen

Das WorkFamily-Institut haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei schuldhafter Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie im Umfang einer ausdrücklich übernommenen Garantie.

Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht ist die Haftung auf den vertragstypischen, bei Vertragsschluss vorhersehbaren Schaden begrenzt. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Auftraggeber regelmäßig vertrauen darf.

Im Übrigen ist die Haftung für leicht fahrlässig verursachte Schäden ausgeschlossen. Die vorstehenden Beschränkungen gelten auch zugunsten der Mitarbeitenden, Vertreter und Erfüllungsgehilfen des WorkFamily-Instituts. Zwingende gesetzliche Ansprüche von Verbrauchern bleiben unberührt.

Für Inhalte externer Quellen oder Links haftet das WorkFamily-Institut nicht, soweit diese nicht als eigene Inhalte übernommen wurden und keine gesetzliche Verantwortlichkeit besteht.

12 · Verbraucher & Widerruf

Gesetzliche Verbraucherrechte bleiben erhalten

Verbrauchern kann bei einem außerhalb von Geschäftsräumen oder im Fernabsatz geschlossenen Vertrag ein gesetzliches Widerrufsrecht zustehen. In diesem Fall erhalten sie vor Vertragsschluss eine gesonderte Widerrufsbelehrung und ein Muster-Widerrufsformular. Diese AGB ersetzen die Widerrufsbelehrung nicht.

Mit einer kostenpflichtigen Dienstleistung wird vor Ablauf der Widerrufsfrist nur begonnen, wenn der Verbraucher dies ausdrücklich verlangt. Das Widerrufsrecht erlischt bei vollständiger Vertragserfüllung nur unter den gesetzlichen Voraussetzungen, insbesondere nach vorheriger ausdrücklicher Zustimmung und Bestätigung der Kenntnis vom möglichen Erlöschen.

Für Verträge, die ausschließlich im Rahmen einer selbstständigen beruflichen oder gewerblichen Tätigkeit geschlossen werden, besteht kein gesetzliches Verbraucherwiderrufsrecht.

13 · Streitbeilegung

Direkte Klärung hat Vorrang

Das WorkFamily-Institut ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.

Unabhängig davon ist uns an einer direkten und sachlichen Klärung gelegen. Bei Fragen oder Beanstandungen wenden Sie sich bitte an lask@workfamily-institut.de.

14 · Schlussbestimmungen

Anwendbares Recht und Gerichtsstand

Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit ihnen dadurch nicht der Schutz zwingender Bestimmungen des Staates entzogen wird, in dem sie ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben.

Ist der Auftraggeber Kaufmann, eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist – soweit gesetzlich zulässig – Darmstadt ausschließlicher Gerichtsstand. Dasselbe gilt, wenn der unternehmerische Auftraggeber keinen allgemeinen Gerichtsstand in Deutschland hat. Gegenüber Verbrauchern gelten die gesetzlichen Gerichtsstände.

Sollte eine Bestimmung dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleiben die übrigen Bestimmungen wirksam. An die Stelle der unwirksamen Regelung treten die gesetzlichen Vorschriften.

Die konkrete Vereinbarung bleibt entscheidend. Angebot, Leistungsbeschreibung und projektspezifische Absprachen bestimmen, was im jeweiligen Auftrag geschuldet ist.

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