Forschungsfragen · Studien · Methoden
Forschung
Das WorkFamily-Institut untersucht, wie Erfahrungen zwischen Arbeit, Familie, Care, Ehrenamt und Organisation zu reflektierten Ressourcen werden können – und unter welchen Bedingungen daraus anschlussfähige und fair nutzbare Skills entstehen.
Forschungsprogramme, Studien und unterschiedliche Erkenntniswege werden dabei stets gemeinsam mit ihrem methodischen Status und ihren Evidenzgrenzen dargestellt.
Forschungsprofil
Erfahrungen als mögliche Ressourcen – Transfer als offene Frage
Das WFI untersucht, wie Erfahrungen aus Arbeit, Familie, Care, Ehrenamt und weiteren informellen Lernräumen reflektiert und für andere Kontexte anschlussfähig werden – und welche persönlichen, sozialen und organisationalen Bedingungen ihre faire Nutzung ermöglichen.
Ressourcen sichtbar machen – ohne Menschen auf ihre Familienrolle zu reduzieren.
- Forschung unterscheidet theoretische Annahmen, empirische Befunde und praktische Entwicklungsarbeit.
- Selbsteinschätzungen und strukturelle Ähnlichkeiten sind weder objektive Kompetenz- noch Transfernachweise.
- Methode, Stichprobe und Kontext bestimmen, wie weit ein Befund trägt.
Vier verbundene Perspektiven
Forschungslinien des WFI
Die Linien strukturieren wiederkehrende Fragen. Sie sind weder eine starre Stufenfolge noch eine abschließende Taxonomie.
LINIE 01
Informelles Lernen und elterliche Skills
Wie können konkrete Alltagserfahrungen reflektiert und als mögliche Skills beschrieben werden?
Im Mittelpunkt stehen bewältigte Anforderungen, reflektiertes Verhalten, wiederholte Anwendung und Rückmeldung – nicht der Elternstatus als solcher.
LINIE 02
Identität, Spillover und Transfer
Wie werden Ressourcen zwischen Lebensbereichen wahrgenommen, sprachlich übersetzt und für andere Kontexte anschlussfähig?
Unterschieden werden Wahrnehmung, Identitätsintegration, erwartete Übertragbarkeit sowie tatsächliche Nutzung und Anerkennung.
LINIE 03
Führung und organisationale SkillGates
Welche Bedingungen in Führung, Team, HR und Organisation öffnen oder begrenzen die Nutzung informell entwickelter Skills?
Untersucht werden unter anderem psychologische Sicherheit, Teamfairness, Aufgabenpassung und organisationale Anerkennung.
LINIE 04
Arbeit im Wandel und weitere Lernräume
Wie verändern neue Arbeitsformen und andere informelle Lernorte Rollenmanagement, Führung und Skillnutzung?
Homeoffice, Ehrenamt und weitere Lernräume eröffnen kontextgebundene Perspektiven, die nicht pauschal übertragbar sind.
Laufende Zugänge
Aktuelle Forschung
Drei Forschungs- und Entwicklungszusammenhänge bearbeiten die Leitfragen derzeit mit unterschiedlichen Daten- und Entwicklungszugängen.
- Forschungs- und Entwicklungsprogramm
- fortlaufend
Parental SkillScan · PSS
Fokus & Zugang
SCOPE, SOE, SO und WPI werden theoriegeleitet über Selbstbericht und strukturierte Reflexion erschlossen.
Reichweite: Kein objektiver Kompetenztest, keine Eignungsdiagnostik und kein Nachweis automatischer beruflicher Übertragbarkeit.
PSS-Forschung vertiefen- qualitative Interviewstudie
- Erhebung & Auswertung · 2026
SKILL-GATE
Fokus & Zugang
Explorative Interviews untersuchen Wahrnehmung, Übersetzung, Erprobung, Nutzung und Anerkennung informell entwickelter Skills in Organisationen.
Reichweite: Das Arbeitsmodell beschreibt mögliche Übergänge und Entscheidungspunkte, noch keine bestätigte Kausalkette.
Zur Interviewstudie- Forschung & Instrumentenentwicklung
- laufende Entwicklung
Work-Parent Identity
Fokus & Zugang
Theoriegeleitete Instrumentenentwicklung untersucht die Verbindung und Trennung von beruflicher Rolle und Elternrolle.
Reichweite: Identitätsintegration ist nicht mit Vereinbarkeit, Zufriedenheit, Leistung oder Kompetenz gleichzusetzen.
WPI-Forschung vertiefenEmpirische Forschung
Studien und Berichtsreihen
Die Studienseiten bündeln Anlage, Datengrundlage, Befunde, Grenzen und vorhandene Einzelberichte. So bleiben Veröffentlichungen im richtigen Forschungszusammenhang.
- quantitative Studie
- Berichte 2018–2020
Elterliche Skills im Job
Gegenstand: Wahrnehmung, Spillover-Erwartung, Führung, Mitarbeitergespräch, Nutzung und organisationale Anerkennung.
Datengrundlage: Quantitative Selbstauskünfte in einer Ergebnisberichtsreihe.
Reichweite: Die Reihe dokumentiert Selbstauskünfte und Zusammenhänge; frühere pauschale Formulierungen werden nicht als heutiger Forschungsstand übernommen.
Studie und Berichte ansehen- mehrphasige Online-Studie
- 2020–2021 · 2023
Onboarding-Homeoffice
Gegenstand: Rollen- und Grenzmanagement, Führung auf Distanz, Onboarding, Homeoffice-Skills, PsyCap und GRIT.
Datengrundlage: Drei Kurzberichte und eine spätere Sonderauswertung.
Reichweite: Die Veröffentlichungen gehören zu einem Forschungszusammenhang; sie sind weder vier unabhängige Studien noch ein individueller Längsschnitt.
Studie und Auswertungen ansehen- Online-Studie
- abgeschlossen
Scan Your Skills im Ehrenamt
Gegenstand: Reflexion, Spillover-Erwartung, berichtete Nutzung und strukturelle Bedingungen des Skilltransfers.
Datengrundlage: Gesamtstudie N = 235; einzelne Beiträge können mit Teilstichproben arbeiten.
Reichweite: Zusammenhänge und Gruppenunterschiede zeigen keine Kausalwirkung von Reflexion oder ehrenamtlicher Tätigkeit.
Ehrenamtsstudie ansehenErkenntniswege und Befundeinordnung
Wie wir forschen – und was die Befunde tragen
Unterschiedliche Fragen benötigen unterschiedliche Erkenntniswege. Aussagekraft entsteht aus dem Zusammenspiel von Theorie, Methode, Datengrundlage und transparenter Begrenzung.
Vier Erkenntniswege
- Konzeptanalyse und ModellentwicklungTheoriegeleitete Arbeit schärft Begriffe, ordnet Zusammenhänge und formuliert prüfbare Annahmen.
- Quantitative Befragung und SelbstberichtStandardisierte Angaben erschließen Wahrnehmungen, Erwartungen, berichtetes Verhalten und statistische Zusammenhänge.
- Qualitative, explorative InterviewsOffene Erhebungen machen Deutungen, Bedingungen, Übergänge und bislang wenig untersuchte Prozesse zugänglich.
- Pilotierung, Instrumentenentwicklung und EvaluationEntwicklungsdaten prüfen Struktur, Anwendbarkeit und erste Veränderungshinweise in klar begrenzten Kontexten.
Sechs Interpretationsgrenzen
- Selbstbericht ist Selbsteinschätzung.Er zeigt Wahrnehmungen und berichtetes Verhalten, nicht automatisch beobachtbare Handlungskompetenz.
- Korrelation ist keine Ursache.Ein statistischer Zusammenhang belegt keine kausale Wirkung.
- Gruppenunterschied ist keine Entwicklung.Unterschiede zwischen Gruppen zeigen nicht, wie sich dieselben Personen verändert haben.
- Strukturelle Parallele ist kein Transfernachweis.Vergleichbare Funktionen in verschiedenen Lebensbereichen belegen noch keine Übertragung.
- Nicht peer-reviewt bleibt sichtbar.Entwicklungs- und Diskussionsbeiträge werden entsprechend gekennzeichnet.
- Kontext gehört zum Ergebnis.Stichprobe, Zeitpunkt, Messmethode und organisationale Bedingungen begrenzen die Interpretation.
Wissenschaftliche Transparenz bedeutet nicht, Ergebnisse kleinzureden. Sie macht sichtbar, wie weit eine Aussage trägt.
Historische Dokumentation
Historische Forschungs- und Entwicklungsarbeiten
Diese Stationen dokumentieren die fachliche Entwicklung des WFI. Ihre damalige Begrifflichkeit, Methode und Reichweite werden nicht ungeprüft als heutiger Forschungsstand fortgeschrieben.
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2003
Historische Studie
Deka-PEP-Studie
Zusammenhänge zwischen Elternstress und Stressreaktionen am Arbeitsplatz – eine frühe Arbeit zu Belastungsübertragungen zwischen Familie und Beruf.
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2004
Historische Studie
WFI-Studie
Elternkompetenzen als Nutzen für den beruflichen Alltag – dokumentiert werden subjektive Spillover-Erwartungen, kein objektiver Skill- oder Wirkungsnachweis.
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2012
Historische Handreichung
Informelles Lernen in KMU
Handreichung zur Einführung und Begleitung informellen Lernens in der Personalentwicklung – eine fachliche Entwicklungsstufe, keine Wirksamkeitsstudie.
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2018
Pilot- und Evaluationsprojekt
Hessenstiftungsprojekt
Bewusstseinsbildung zum Wert von Familie für das Unternehmen; kleine Stichprobe und begrenzte Pre-Post-Daten erlauben keinen allgemeinen Wirksamkeitsnachweis.
Publikationszugang und Fachdialog
Forschung vertiefen
Aktuelle Working Papers, Forschungsberichte, DOI, Versionen und bibliografische Nachweise finden Sie auf der Publikationsseite. Fragen, Kritik, Replikationen und Kooperationen gehören zum wissenschaftlichen Austausch.
