Institut · Forschung · Wissenstransfer

Das WorkFamily-Institut

Wir erforschen und ordnen ein, wie Erfahrungen aus Familie, Care und Ehrenamt für Arbeit, Führung und Zusammenarbeit bedeutsam werden können.

Das WorkFamily-Institut untersucht das Zusammenspiel von Arbeit, Familie und informellem Lernen. Im Mittelpunkt steht, wie Menschen Erfahrungen außerhalb formaler Bildungswege reflektieren und in beruflichen Zusammenhängen nutzen können – und welche Bedingungen diesen Transfer ermöglichen oder begrenzen.

Auftrag und Perspektive

Wofür es das WorkFamily-Institut gibt

Unser Auftrag

Mögliche Ressourcen und ihre Bedingungen untersuchen

Das WFI erforscht und ordnet ein, wie Erfahrungen aus Familie, Care und Ehrenamt zu Ressourcen für Arbeit, Führung und Zusammenarbeit werden können – und unter welchen Bedingungen ihr Transfer gelingt oder begrenzt wird.

Unsere Perspektive

Informell entwickelte Skills fair einordnen

Wir arbeiten für eine Arbeitswelt, in der informell entwickelte Skills weder romantisiert noch übersehen, sondern differenziert erkannt, fair eingeordnet und verantwortungsvoll nutzbar gemacht werden.

Dabei interessieren nicht allein mögliche Skillentwicklungen, sondern auch die Übergänge zwischen Erfahrung, Reflexion, Benennung, Transfererwartung, Sichtbarkeit, Anerkennung und tatsächlicher beruflicher Nutzung.

Erkenntnis bleibt in Bewegung: Wissenschaftliche Modelle bleiben entwicklungsfähig, wenn neue Befunde, Rückmeldungen und Grenzen sichtbar werden.

Arbeitsweise

Wie wir arbeiten

Das WFI verbindet empirische Forschung, theoriegeleitete Modellentwicklung, wissenschaftliche Einordnung und fachlichen Austausch. Diese Aufgaben ergänzen einander.

01

Erforschen

Wir entwickeln Fragestellungen, führen empirische Untersuchungen durch und werten Erfahrungen, Wahrnehmungen und organisationale Bedingungen differenziert aus.

02

Einordnen

Wir unterscheiden Selbstbericht und objektiven Nachweis, Zusammenhang und Ursache sowie mögliche Entwicklung und tatsächliche berufliche Nutzung.

03

Entwickeln

Aus theoretischen Modellen und empirischen Befunden entstehen Forschungsmodelle, Skalen, Reflexionsinstrumente und begründete Transferansätze.

04

In den Dialog bringen

Wir machen Erkenntnisse zugänglich, ordnen sie fachlich ein und entwickeln sie im Austausch mit Wissenschaft, Organisationen und Praxis weiter.

Erforschen · einordnen · entwickeln · in den fachlichen Dialog bringen

Wissenschaftliches Selbstverständnis

Wissenschaftliche Haltung

  • Erfahrung ist kein automatischer Kompetenznachweis.
  • Selbsteinschätzung und objektiver Nachweis werden unterschieden.
  • Transfer und Nutzung von Fähigkeiten sind kontextabhängig.

Entwicklungsgeschichte

Vom frühen Impuls zum differenzierten Forschungsprogramm

Die Entwicklungslinie zeigt, wie aus einer frühen Idee schrittweise das heutige Forschungsprogramm entstand.

2002–2003

Der Ausgangspunkt

Am Beginn stand die Frage, wie Familie und Arbeit sich nicht nur gegenseitig belasten, sondern auch Lern- und Entwicklungsimpulse füreinander bereitstellen können.

Historischer Ausgangsimpuls: „Sorge dafür, dass Eltern entspannt zur Arbeit kommen.“

2004–2006

Wirtschaft und Familie im Fachdialog

2004 und 2006 fanden WFI-Kongresse in Frankfurt statt. Sie standen unter der Schirmherrschaft der damaligen Bundesfamilienministerinnen Renate Schmidt beziehungsweise Ursula von der Leyen. In dieser Phase entstand auch das Spillover-Zertifikat zur strukturierten Betrachtung familienbezogener Lernerfahrungen.

2014–2017

Fachdialog und öffentliche Einordnung

WFI-Fachgespräche, Wissenstransfer und die Publikation „Gute Eltern sind bessere Mitarbeiter“ führten die Frage elterlicher Lern- und Transfererfahrungen weiter.

2018–2025

Empirische Vertiefung

Studien zu elterlichen Skills, Arbeit im Homeoffice, Ehrenamt, psychologischen Ressourcen und beruflichem Transfer erweiterten die empirische Grundlage.

Zur Studienreihe →

Seit 2026

Differenzierung der Transferprozesse

Die heutige Forschung unterscheidet stärker zwischen Erfahrung, wahrgenommener Skillentwicklung, Reflexion, Transfererwartung, beruflicher Nutzung, Anerkennung und organisationalen SkillGates.

Aus der frühen Idee, Familie als möglichen Lernraum ernst zu nehmen, ist ein Forschungsprogramm über Erfahrung, Reflexion, Transfer, Anerkennung und organisationale Bedingungen entstanden.

Verantwortlichkeiten

Menschen und Rollen am WFI

Das WFI unterscheidet zwischen Institutsleitung, institutionellen Funktionen und projektbezogenen Partnerschaften. Personen aus verbundenen Strukturen werden ihrer jeweiligen Aufgabe zugeordnet.

Institutsleitung

Joachim E. Lask

Diplom-Psychologe · Leiter und Geschäftsführer des WorkFamily-Instituts

Verantwortlich für Forschungsfragen, Modellentwicklung, wissenschaftliche Einordnung und Wissenstransfer im Themenfeld Arbeit und Familie.

  • Wirtschafts- & Familienpsychologie
  • Work-Family-Forschung
  • informelles Lernen
  • elterliche Skills

Das WFI arbeitet projektbezogen mit Wissenschaftler*innen, Hochschulen, Organisationen und Praxispartner*innen zusammen. Beteiligte Personen und Institutionen werden auf den jeweiligen Forschungs- und Projektseiten ausgewiesen.

Kooperation und Fachdialog

Im Austausch weiterdenken

Das WFI ist offen für wissenschaftlichen und fachlichen Austausch, wenn Fragestellung, Rollen und gemeinsame Ziele transparent geklärt sind.

  • gemeinsame Forschungs- und Transferprojekte sowie Beteiligung an Studien oder Erhebungen
  • fachliche Diskussion von Befunden, Forschungsmodellen und konzeptionellen Arbeiten
  • Fachdialoge, Ergebnispräsentationen und wissenschaftliche Einordnung
  • Zugang zu historischen Dokumentationen und Forschungsberichten

Das Institut arbeitet mit Wissenschaftler*innen, Hochschulen, Organisationen und Praxispartner*innen zusammen. Anfragen können mit einer kurzen Beschreibung des Anliegens über die Kontaktseite gestellt werden.

Institut und Akademie

Forschung und Anwendung mit unterschiedlichen Aufgaben

WorkFamily-Institut

Erforschen, entwickeln und einordnen

Das Institut entwickelt Forschungsfragen, untersucht Zusammenhänge und ordnet Befunde wissenschaftlich ein.

WorkFamily-Akademie

Lernen, anwenden und qualifizieren

Die Akademie überführt wissenschaftlich begründete Konzepte in Weiterbildung, Qualifizierung, Reflexionsinstrumente und anwendungsbezogene Formate.

Kooperation und fachlicher Austausch

Mit uns in Kontakt kommen

Sie möchten eine Forschungsfrage, einen Befund oder eine mögliche Kooperation mit uns besprechen?

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