Fachdialog & Wissenstransfer

WFI-Fachdialoge & Wissenstransfer

Forschung erklären, Erfahrungen aufnehmen und Erkenntnisse weiterentwickeln

Das WorkFamily-Institut bringt wissenschaftliche Fragen und Befunde in den Austausch mit Unternehmen, Wissenschaft, Führung, HR, Beratung und Öffentlichkeit. Rückfragen und Erfahrungen aus der Praxis fließen in Begriffsarbeit, Modelle, Instrumente und weitere Forschung zurück.

Fortlaufende Instituts- und Transferlinie · seit 2004

Arbeitsweise des Instituts

Wissen wird im Austausch anschlussfähig.

Forschung wird praktisch nicht dadurch, dass man sie vereinfacht. Sie wird anschlussfähig, wenn Begriffe verständlich, Befunde sorgfältig eingeordnet und Grenzen sichtbar werden – und wenn praktische Erfahrungen die richtigen Rückfragen an Forschung auslösen.

Forschung verständlich und diskutierbar machen

Studien, Modelle und Working Papers werden so aufbereitet, dass ihre Aussagekraft, ihre Grenzen und ihre mögliche Bedeutung für Organisationen nachvollziehbar bleiben.

Erfahrungen und Einwände zurückführen

Fragen aus Führung, HR, Beratung und Familienpraxis zeigen, wo Begriffe unklar, Modelle unvollständig oder Instrumente noch nicht ausreichend anschlussfähig sind.

Kein Einbahnstraßenmodell

Wissenstransfer ist Rückkopplung.

Der fachliche Dialog verbindet wissenschaftliche Sorgfalt mit praktischer Anschlussfähigkeit. Er führt nicht linear von vermeintlich fertiger Forschung zu einer bloß empfangenden Praxis.

  1. 01

    Erforschen und einordnen

    Studien, Modelle, Instrumentenentwicklung und Working Papers.

  2. 02

    Verständlich machen

    Begriffe klären, Befunde kontextualisieren und Grenzen benennen.

  3. 03

    In den Dialog bringen

    Fachgespräche, Kongresse, Vorträge, Webinare und Publikationen.

  4. 04

    Anschlussfähigkeit prüfen

    Was ist für Führung, HR, Beratung und Familien tatsächlich nutzbar?

  5. 05

    Rückfragen aufnehmen

    Erfahrungen und Einwände schärfen weitere Forschung und Entwicklung.

Ein Arbeitsprinzip, kein Wirkmodell: Der Kreislauf beschreibt die fachliche Arbeitsweise des WFI. Er ist kein empirisch getestetes Prozessmodell und verspricht keine automatische Wirkung.

Historische Entwicklung 2004–2006

Drei frühe Stationen des Wissenstransfers.

Die ersten Jahre zeigen bereits Themen, die das Institut später empirisch und konzeptionell weiterentwickelte. Die drei Stationen unterscheiden sich in Anlass, Veranstalterrolle und fachlichem Schwerpunkt.

2004

Erster WFI-Kongress

Frankfurt am Main · „Über Spillover-Effekte zur innovativen Personalentwicklung“ · Schirmherrschaft Renate Schmidt.

2005

Öffentliche Präsentation

Vorstellung des damaligen WorkLife-Kompetenzansatzes beim WorkLife-Kongress in der IHK Frankfurt am Main.

2006

Zweiter WorkFamily-Kongress

Berufliche Mobilität, Familie und Partnerschaft · Schirmherrschaft Ursula von der Leyen.

Erster WFI-Kongress

Spillover und Personalentwicklung – 2004.

2004 Frankfurt am Main
Schirmherrschaft: Renate Schmidt

Der erste WFI-Kongress stellte unter dem Titel „Über Spillover-Effekte zur innovativen Personalentwicklung“ eine damals ungewöhnliche Frage: Können Erfahrungen aus Familie und anderen Lebensbereichen für berufliche Entwicklung bedeutsam werden?

Die Schirmherrschaft lag nach der Projektdokumentation des Instituts bei der damaligen Bundesfamilienministerin Renate Schmidt. Eine persönliche Teilnahme wird daraus nicht abgeleitet. Ohne zusätzliche Primärunterlagen nennt diese Seite bewusst weder ein exaktes Datum noch Referierende, Teilnehmendenzahl oder einen konkreteren Veranstaltungsort.

  • Im FokusPositive Spillover-Effekte zwischen Lebensbereichen
  • Organisationale FrageAnschluss an Personal- und Kompetenzentwicklung
  • Historische BedeutungFrühe Öffnung einer ressourcenorientierten Perspektive
  • Heutige GrenzeErfahrung allein ist noch kein Skillnachweis

Öffentlicher Wissenstransfer

Der WorkLife-Kompetenzansatz – 2005.

Am 18. November 2005 wurde der damalige Ansatz beim WorkLife-Kongress in der IHK Frankfurt am Main öffentlich vorgestellt. Diese Station war kein WFI-Kongress und wird deshalb getrennt von den Kongressen 2004 und 2006 dokumentiert.

Pressemitteilung · 27. September 2005

„Seifenblase ‚Work-Life-Balance‘ platzt!“

Die zugespitzte historische Überschrift markiert die damalige Kritik an einer strikten Trennung von Arbeit und Privatleben. Sie ist ein Archivzitat und nicht die heutige Tonalität des WorkFamily-Instituts.

Historische Einordnung

WorkLife-Institut beziehungsweise WLI

Die Unterlage verwendet die damalige Institutsbezeichnung. Im Mittelpunkt stand ein Kompetenzansatz, der informelle Lernorte und positive Wechselwirkungen zwischen Lebensbereichen für Personalentwicklung sichtbar machen wollte.

Heute unterscheidet das WFI genauer zwischen Erfahrung, informellem Lernen, reflektiertem Skill, Transfer und organisationaler Nutzung.

Zweiter WorkFamily-Kongress

Berufliche Mobilität, Familie und Partnerschaft – 2006.

2006 22. November
MARITIM Hotel Frankfurt
Schirmherrschaft: Ursula von der Leyen

Der zweite WorkFamily-Kongress trug den Titel „Liebe … bitte warten! Balance zwischen beruflicher Mobilität, Familie und Partnerschaft“.

Die damalige Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen übernahm die Schirmherrschaft und steuerte ein Grußwort bei. Daraus wird keine persönliche Teilnahme abgeleitet. Referate, Podiumsdiskussion, Workshops und Plenum verbanden gesellschaftliche Veränderung, wissenschaftliche Forschung und betriebliche Praxis.

Wie können berufliche Mobilität, Familie und Partnerschaft so zusammengedacht werden, dass Belastungen sichtbar werden und zugleich neue Unterstützungs- und Entwicklungsansätze entstehen?

Stimmen und Perspektiven 2006

Ein Thema – unterschiedliche fachliche Zugänge.

Der Kongress reduzierte Mobilität und Distanz nicht auf eine einzelne Perspektive. Zukunftsforschung, Paar- und Familienforschung, Personalentwicklung und Familienpraxis wurden miteinander ins Gespräch gebracht.

Matthias Horx

Zukunftsinstitut

„Living Future – Leben zwischen Fast Burnern und Life-Work-Seilartisten“: Zukunft von Leben, Arbeit und Wissensgesellschaft.

Peter Wendl

Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

Forschung und Konzepte zu Fern- und Wochenendbeziehungen sowie zur Vorbereitung, Begleitung und Reintegration von Paaren.

Joachim E. Lask

WorkFamily-Institut

„Familie und Partnerschaft als Chance – Neue Möglichkeiten für die Personalentwicklung“.

Bettina Weidenbach

WorkFamily-Institut

Workshop zu Erziehung und Familienleben unter den Bedingungen beruflicher Mobilität.

Referate Podiumsdiskussion Workshops Plenum

Wissenschaftliche Weiterentwicklung

Von frühen Thesen zur heutigen Präzisierung.

Die frühen Fachdialoge öffneten Fragen, die das WFI später konzeptionell und empirisch genauer fasste. Kontinuität bedeutet dabei nicht, jede frühe Aussage unverändert fortzuschreiben.

Damals im Fokus

Ressourcen neben Konflikten sichtbar machen

  • Kritik an einem reinen Balance- und Konfliktmodell
  • Work-Family-Enrichment und positiver Spillover
  • Familie, Partnerschaft und Ehrenamt als mögliche Lernkontexte
  • Sozial-, Selbst- und Führungskompetenzen
  • Personalentwicklung, Wiedereinstieg und Retention
Heute differenziert

Entstehung, Transfer und Bedingungen unterscheiden

  • Skills entstehen nicht automatisch durch Elternschaft, Care oder Ehrenamt.
  • Bewältigung wird erst durch Reflexion, Rückmeldung und Wiederholung zur Lerngelegenheit.
  • Ein privater Skill ist nicht automatisch beruflich anschlussfähig.
  • Transfer braucht Sprache, erwarteten Nutzen und passende Anwendungsmöglichkeiten.
  • Freiwilligkeit, Datenschutz, Teamfairness und informationelle Selbstbestimmung setzen Grenzen.

„Wirtschaft trifft Familie“ · seit 2014

Eine Stunde für eine klare fachliche Frage.

Seit 2014 entwickelte das WFI die Fachgespräche „Wirtschaft trifft Familie“. Die ungefähr 60-minütigen Gespräche griffen aktuelle Fragen der Arbeits- und Familienwelt auf und wurden durch Skripte dokumentiert.

Gespräche und Skripte bildeten eine wesentliche Grundlage für das 2017 erschienene Buch „Gute Eltern sind bessere Mitarbeiter“ von Joachim E. Lask und Ralph Kriechbaum. Die genannten Orte sind belegte Beispiele und keine Behauptung einer lückenlosen jährlichen Reihe.

Ab 2014

Fachgespräche und Skripte

Aktuelle Fragen zuspitzen, Perspektiven verbinden und Erkenntnisse schriftlich sichern.

Aarau

2015
Dokumentierte Vor-Ort-Station

Zürich

2018
Dokumentierte Vor-Ort-Station

Bern

2019
Dokumentierte Vor-Ort-Station

Formen des Wissenstransfers heute

Das Format folgt der fachlichen Aufgabe.

Wissenstransfer kann öffentlich, projektbezogen, schriftlich oder im moderierten Gespräch stattfinden. Entscheidend ist, welche Form eine sorgfältige Auseinandersetzung mit der jeweiligen Frage ermöglicht.

01

Fachdialoge

Moderierte Gespräche, in denen unterschiedliche Perspektiven und Befunde sorgfältig geprüft werden.

02

Kongresse & Vorträge

Fachliche Impulse, Diskussionen und Beiträge auf Tagungen und in Organisationen.

03

Publikationen

Forschungsberichte, Working Papers und Bücher, die Grundlagen und Entscheidungen nachvollziehbar machen.

04

Webinare & digitale Impulse

Öffentliche oder projektbezogene Formate zur Einordnung aktueller Themen und Befunde.

05

Projektworkshops

Ergebnisdialoge, Reflexionsformate und gemeinsame Prüfung praktischer Anschlussfähigkeit.

06

Kooperationen

Zusammenarbeit mit Wissenschaft, Organisationen, Stiftungen, Verbänden und öffentlicher Praxis.

Eine Markenfamilie · zwei Aufgaben

Forschung am Institut. Anwendung in der Akademie.

Beide Einrichtungen gehören zur WorkFamily-Markenfamilie, erfüllen aber unterschiedliche Aufgaben. So bleibt nachvollziehbar, wo Erkenntnisse entstehen – und wo daraus Qualifizierung und Anwendung werden.

WorkFamily-Institut

Erforschen, einordnen und in den fachlichen Dialog bringen

  • Forschungsprogramme und Studien
  • Modelle und Instrumentenentwicklung
  • Working Papers und fachliche Einordnung
  • Wissenstransfer und Forschungskooperation

Forschung entdecken

WorkFamily-Akademie

Lernen, anwenden und qualifizieren

  • Weiterbildungen und Trainings
  • Instrumentenanwendung
  • Trainings- und Anwendungsmaterialien
  • Qualifizierungs- und Zertifizierungsformate

Zur Akademie

Archiv und Materialien: Historische Kongressbroschüren, Vorträge und Korrespondenzen dienen der Dokumentation dieser Entwicklung. Vollständige Originalunterlagen werden nur veröffentlicht, wenn Rechte, Datenschutz und eine freigegebene Medienadresse geklärt sind. Anfragen zu historischen WFI-Unterlagen sind über die Kontaktseite möglich.

Fachlichen Austausch beginnen

Eine klare Frage ist ein guter Anfang.

Fachdialog beginnt nicht mit fertigen Antworten, sondern mit einer klaren Frage und der Bereitschaft, Perspektiven und Befunde sorgfältig zu prüfen.

Das WFI freut sich über Anfragen aus Wissenschaft, Organisationen, Beratung, Stiftungen, Verbänden, öffentlichen Institutionen und Medien.

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